State  of  Matter

Die Notwendigkeit, Phänomene zu erfassen, um technische und ökologische Herausforderungen zu bewältigen, reicht heute zunehmend über die Grenzen menschlicher Wahrnehmung hinaus. Die Dimensionen haben sich verschoben: von Textilien über Halbleiter bis hin zu Proteinen, von physikalischen zu digitalen Interaktionen. Gleichzeitig sprengen globale Entwicklungen wie der Klimawandel oder der Verlust biologischer Vielfalt unsere gewohnten Größen- und Zeitskalen.

Mit dieser Verschiebung wächst auch die Komplexität und der Zugang zu geeigneten Werkzeugen wird zunehmend anspruchsvoller. Die Reihe State of Matter nutzt Materialanalogien, um Formen des aufmerksamen Beobachtens zu schulen und einen Zugang zu Prozessen zu eröffnen, die sich jenseits unserer unmittelbaren Wahrnehmung abspielen. Dabei entsteht ein Wechselspiel zwischen Abstraktion, praktischer Erfahrung sowie Handeln und Reflexion.
Auftraggeber: Eigeninitiiert
Orte: Berlin, Düsseldorf, Weimar, Halle
Jahr: 2015–
In Zusammenarbeit mit: Clemens Winkler, Jannis Hülsen
Aufgaben: Konzeption, Setup, Moderation
Themen: Begegnung mit dem Neuen, Experimentelles Arbeiten, Flow